Die 5 Massagegriffe, die jeder Einsteiger kennen sollte
Jede Massage der Welt – vom Spa bis zur Sporttherapie – besteht aus fünf Grundgriffen. Wer diese Massagegriffe versteht, kann sich jede Routine selbst zusammenbauen. Hier ist, was jeder Griff bewirkt und wann du ihn einsetzt.
1. Effleurage – Streichungen
Flache Hände gleiten mit leichtem bis mittlerem Druck über die Haut. Einsatz: Auftakt und Abschluss jeder Massage, Öl verteilen, Gewebe aufwärmen, Griffe verbinden. Im Zweifel: streichen.
2. Petrissage – Knetungen
Den Muskel anheben, ausdrücken und zwischen Händen oder Fingern rollen. Einsatz: das Arbeitspferd gegen Verspannungen in Schultern, Rücken und Beinen – fördert die Durchblutung tief im Muskel. Herzstück der Rückenmassage.
3. Friktion – tiefe Reibungen
Kleine, langsame Kreise mit Daumen oder Fingerkuppen, die in eine Stelle hineinarbeiten. Einsatz: Verhärtungen und Knoten – der manuelle Verwandte der Triggerpunkt-Arbeit. Sparsam und nur auf aufgewärmtem Muskel.
4. Tapotement – Klopfungen
Rhythmisches Klopfen mit lockeren Handkanten, hohlen Händen oder Fingerspitzen. Einsatz: belebender Abschluss, wenn der Massierte danach aufstehen und funktionieren muss; bei reinen Entspannungsmassagen weglassen.
5. Vibration – Erschütterungen
Die Hände liegen auf dem Gewebe und vibrieren oder schütteln es sanft. Einsatz: große Muskelgruppen lockern, beruhigende Übergänge – technisch der schwierigste und für zuhause der verzichtbarste Griff.
Die universelle Reihenfolge
Fast jede Routine folgt dem Muster: Effleurage → Petrissage → Friktion → (Tapotement) → Effleurage. Aufwärmen, arbeiten, Punkte lösen, bei Bedarf beleben, beruhigen. Du erkennst das Muster in unserer Nacken- und Rücken-Anleitung wieder.
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Welchen Griff sollte ein Einsteiger zuerst lernen?
Effleurage und Petrissage decken 80 % der Heimmassage ab. Friktion kommt dazu, sobald deine Hände verspanntes von lockerem Gewebe unterscheiden können.
Wie fest darf jeder Griff sein?
Effleurage leicht bis mittel, Petrissage mittel bis kräftig, Friktion fokussiert aber erträglich. Die Atmung des Massierten verrät es: ruhig ist richtig, Luftanhalten heißt zu viel.
Nutzen Profis noch andere Griffe?
Es gibt viele Spezialsysteme (Sport, Lymphe, Thai …), aber praktisch alle bauen auf diesen fünf Grundgriffen auf.